IRONMAN Hamburg 2026 – ein Tag voller Überraschungen (07.06.2026)

Nach meinem Finish bei der Challenge Roth im vergangenen Jahr sollte ursprünglich Feierabend mit dem Langdistanz-Triathlon sein. Na ja, auf der Heimfahrt habe ich bei meiner Frau schon mal leise angetestet und den IRONMAN Hamburg ins Spiel gebracht. Das war für sie (wie immer-:)) keine Überraschung.

Da ich kein starker Radfahrer (unser Schwimmtrainer Ronald würde das für das Schwimmen ebenfalls so sehen) bin, habe ich Hamburg wegen der flachen Radstrecke gewählt. Lediglich 400HM sollten mir doch einen schnellen Radsplit ermöglichen. Es kam ganz anders, aber dazu später mehr.

In den Tagen vor dem Rennen sahen die Wetterprognosen für den Race day noch recht ordentlich aus. Allerdings wurden dann im Verlauf der Rennwoche deutlich schlechtere Bedingungen vorhergesagt. So kam es dann auch.

Der Schwimmstart am Jungfernstieg war nach meinem ersten Start in Hamburg (2017) wieder ein Gänsehauterlebnis. Allerdings war es mit 15 Grad Außen- und ca. 18 Grad Wassertemperatur doch relativ frisch. Zudem frischte der Wind bereits jetzt auf, so dass insbesondere auf den Außenalster einige kabbelige Wellen zu spüren waren. Nach gut 1:20h war das Schwimmen dann absolviert und ich lief in Richtung der bekanntermaßen recht langen T1.

Dann ging es auf die Radstrecke und es wurde eine längere Ausfahrt, da mich böiger Wind und im weiteren Verlauf Regen sehr stark ausgebremst haben. Durch meine neue Hüfte (2023) habe ich quasi „Sturzverbot“ von meinem Operateur verordnet bekommen. Daher bin ich ca. 150-160km nicht in Aeroposition gefahren.

Offensichtlich führte meine langsame pace allerdings dazu, dass ich von den Sabotageakten im Ortsteil Kirchwerder verschont geblieben bin. Es wurden tatsächlich Metallsplitter auf die Straße geworfen, so dass eine Vielzahl von Athleten zum Teil mehrfache Reifenpannen hatten und es auch zu vielen DNF´s sowie auch diversen Stürzen kam. Was für Idioten!!!

Nachdem die windige Fahrt dann zu einem sturzfreien Ende gekommen war, ging es auf die Laufstrecke. Und dort hatte ich dann richtig Spaß. Ich konnte von Beginn an ein gleichmäßiges Tempo anschlagen und wurde zusätzlich durch die vielen Zuschauer an der Laufstrecke angefeuert und motiviert. Es war schon beeindruckend, dass die Fans trotz des teilweise heftigen Regens so viel Ausdauer hatten. Meine Frau stand trotz einer Schulter-OP, die zwei Wochen vor dem Rennen erfolgte, gemeinsam mit unserem Sportwart Tobi bis zum Ende an der Strecke. Vielen Dank Euch beiden!!!

Den Marathon konnte ich in 4:12h laufen, die schnellste Zeit in Verbindung mit Langdistanz-Triathlonrennen seit acht Jahren.

Im Ziel war ich super happy mit meinem Ergebnis, auch wenn auf dem Rad bei besseren Bedingungen sicher etwas mehr gegangen wäre. Aber egal, vielleicht wartet ja doch nochmal eine weitere Langdistanz -:)

Ach ja, wahnsinnig gefreut habe ich mich über das Mitfiebern in der Teamwork-App. Vielen Dank an Euch alle.

Viele Grüße
Andreas