Mediterraneo Triathlon Alicante (16.05.2026)

Vamos, Venga, Vamonos … Das waren die meist gehörten Worte beim Mediterraneo Triathlon Alicante am 16.5.2026, bei dem ich mich für eine Sprintdistanz angemeldet hatte. Die Vorbereitung darauf gestalteten sich teilweise etwas schwierig. Musste mein Spanisch doch von Google Translate intensiv unterstützt werden.

Beim Abholen der Startunterlagen am Vortag regnete es heftig, deshalb wurde leider auch das Wettkampf-Briefing vor Ort abgesagt. Also, stand ich erstmal im strömenden Regen vor der abgesperrten Wechselzone um heraus zu finden wie die Laufwege dort sein werden. Leider nicht selbsterklärend und auch das auf Spanisch geschickte Online-Briefing half erstmal nicht weiter.

Am Wettkampfmorgen,  11°C Aussentemperatur. Aber dafür schon Sonnenschein. Beim Einrichten der Wechselzone nochmal fix ausgespäht wo es vom Schwimmen kommend rein und mit dem Rad wieder raus aus der Wechselzone gehen sollte. Dann ab zum Start ans Wasser. Oh Gott, das Meer heute deutlich aufgewühlter durch das Regenwetter von gestern. Wellen ! Kurz kommt Panik auf, bis auf ein paar Planscheinheiten ein paar Tage vorher, noch nie länger im Meer geschwommen. Wasser-Temperatur 18°C. Okay! Damit werde ich wohl 750m ohne Neo klar kommen.

Startschuss! Rein ins Meer, rein in die Wellen. Ich kann lange rein laufen,  aber irgendwann muss ich eben doch ins Schwimmen kommen. Schlucke sofort Wasser, Salzwasser – igitt. Gefühlt ziehen mich die Wellen zurück, ein Stück weiter hab ich das Gefühl es gibt eine heftige Strömung die mich am Schwimmen hindert, an Kraulen ist gar nicht zu denken, kann das Gesicht nicht ins Wasser packen. Immer wieder Wellen … (es könnte sein, dass hier die Panik meine Objektivität, was die Wellen betrifft, etwas trübt. Grins). 

Irgendwann erreiche ich doch die erste Boje, die Wellen kommen jetzt von der Seite. Habe kurz das Gefühl, dass mir von der Schaukelei schlecht wird…. Nein! Ich reiss mich jetzt zusammen. Irgendwie schaffe ich es doch mich mental zu beruhigen und kann plötzlich sogar „richtig schwimmen“. Trotzdem war ich extrem froh dem Meer entkommen zu sein.

Wechselzone lief gut, rauf aufs Rad – rein in meine Lieblingsdisziplin. Schöne Strecke mit Blick auf’s Meer, aber mit “ flacher Strecke“ war nach ca der Hälfte der ersten Radrunde vorbei. Das hieß bei 4 zu fahrenden Runden, 4x diesen Berg hoch. Anstrengend, aber jedes mal Gänsehautfeeling wenn ich oben angelangt bin und schon vor der Wende die Gänge hochschalten konnte, um dann mit Vollgas wieder runter zu fliegen. Yippie!

Habe alles auf der Radstrecke gegeben, was sich leider auf der Laufstrecke (auch nicht ganz flach und ziemlich staubig, aber immer wieder mit schönem Blick auf’s Meer) etwas gerächt hat. Nach ca 3-4 gelaufenen Kilometern plötzlich Krämpfe im vorderen Oberschenkel. Erstmal versucht zu ignorieren. Aber der letzte Kilometer zum Ziel sollte mir nochmal alles abverlangen – eine Schräge zur Brücke hoch, über die Brücke und anschliessend die Treppen zur Altstadt Alicante,  wo das Ziel war, galt es zu erklimmen…. Die Beine sagten Danke!

Aber das Ziel war so nahe, also kurz die Aussicht auf der Brücke, gehend, genossen und dann ab ins Ziel wo der Herzmann schon jubelnd auf mich wartete!

Fazit: schöne Triathlonveranstaltung, bei der ich endlich eine rosa Badekappe ergattert habe 😉 aber etwas lahme Stimmung an der Strecke, wenn man nicht gerade seinen eigenen Fanclub dabei hatte, der jubelnd am Straßenrand oder eben im Ziel stand.

Eure Kerstin